Mittlere und große Unternehmen* in Deutschland sind lt. Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) seit dem 22. April 2015 dazu verpflichtet sich nachhaltig um die Steigerung der Energieeffizienz ihres Betriebs (bzgl. Prozesse, Anlagen, Gebäude, Transport, etc.) auf Basis eines Energiemanagements zu kümmern.

Die Umsetzung und Überprüfung eines nachhaltigen Energiemanagements in Unternehmen regeln die ISO Normen 16247-1 und 50001. Kontrolliert wird die Umsetzung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Form eines Nachweises, dass Unternehmen ein Energieaudit nach ISO 16247-1 durchgeführt, oder alternativ ein Energiemanagement-System nach ISO 50001 eingeführt haben.

Über die reine Energieeinsparung hinaus können sich durch ein systematisches Energiemanagement vielfältige Vorteile für ein Unternehmen ergeben, z.B.:

  • Senkung von Betriebskosten und damit Herstellungskosten
  • Transparenz zum Energieverbrauch für Kostenzuordnung in der Organisation
  • Inanspruchnahme von Steuererleichterungen nach SpaEfV** und BesAR***
  • Förderung des Erwerbs von Messtechnik zur Verbrauchsdatenerfassung

Trotz der Vorteile haben viele Unternehmen jedoch nur die Minimalanforderungen eines Energiemanagements umgesetzt. Häufig wird der Energieverbrauch für Energie-Audits oder ISO 50001 Zertifizierungen auf monatlicher Basis in einem groben Raster noch manuell erfasst.

Ab Oktober 2017 werden jedoch durch Änderungen in der ISO 50001-er Normenreihe die Anforderungen an das Energiemanagement in Unternehmen deutlich verschärft.

  • Nach der Überführung der ISO 16247-1 in die ISO 50002 wird zukünftig ein „Messplan“ gefordert wie die Energiemessungen und Verbrauchsdatenerfassung für die Durchführung des Energie-Audits erfolgt.
  • Durch die Einführung der ISO 50003 ist die Wirksamkeit der Energieeffizienzmaßnahmen bei der ISO 50001 (Re-)Zertifizierung explizit nachzuweisen. Ergänzend dazu ist die Kennzahlbildung in ISO 50006 und das Messen und Verifizieren von Energiedaten in ISO 50015 beschrieben.

Fazit

Insgesamt bedeuten die Änderungen in der ISO Norm, dass die Unternehmen zukünftig eine systematische und kontinuierliche Messung und Erfassung von Verbrauchsdaten einführen müssen. Die „alte“ und häufig noch manuell gestützte Energiedatenerfassung wird in vielen Fällen für die neuen Anforderungen an das Energiemanagement nicht mehr ausreichen.

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* betrifft Unternehmen die lt. EDL-G nicht mehr als KMU gelten, d.h. Firmen über 250 Mitarbeiter, oder 50 Mio. € Umsatz, oder 50 Mio. € Jahresbilanzsumme.
** Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung
*** Besondere Ausgleichsregelung nach EEG 2017 bei Strom