Die Weihnachtszeit bringt jedes Jahr viele Überraschungen. Unter den Kindern ist die Vorfreude natürlich riesig groß. Sie können kaum erwarten, bis sie ihre Geschenke erhalten. Die Eltern machen sich Gedanken über das passende Geschenk und besuchen verschiedene Online-Shops, um vor allem Informationen über die Preise der Produkte zu gewinnen. Im digitalen Zeitalter wird viel online recherchiert. Kaufentscheidungen ohne Online-Recherche werden immer seltener getroffen.

Seit einiger Zeit beeinflusst die Trend-Technologie Augmented Reality (AR) durchaus die Kaufentscheidung. Es ist zwar noch nicht so, dass Augmented Reality überall eine starke Präsenz aufzeigt. Aber Tatsache ist, dass wenn AR eingesetzt wird, erfährt der potenzielle Käufer schon deutlich mehr über das anvisierte Kaufobjekt. Das Produkt wird meistens im positiven Sinne anders wahrgenommen. Eine Kaufentscheidung fällt also leichter. Was versteht man unter Augmented Reality? Wo findet AR aktuell Einsatz?

Augmented Reality

In Wikipedia wird Augmented Reality wie folgt definiert: „Unter erweiterter Realität (auch englisch augmented reality [ɔːɡˈmɛntɪd ɹiˈælɪti], kurz AR [eɪˈɑː]) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung.“

Beispiele von AR-Anwendungen gibt es genügend. Momentan geht es hauptsächlich um Konsum- und Unterhaltungs-Apps. Schauen wir uns einige von diesen AR-Apps an:

Spielbranche:

a. Ein Beispiel liefert LEGO. Mit Hilfe der App LEGO® 3D Katalog kann man sich Produkte aus dem Online-LEGO Katalog 3D anzeigen lassen und sehen, wie die fertig gebauten Modelle aussehen. Dies kann Eltern bei Ihrer Einschätzung, ob das Produkt Ihr(e) Kind(er) begeistern würde, weiter helfen.

b. Ein anderes Beispiel liefert der Ravensburger Spieleverlag. Die AR Puzzle App macht klassische Puzzles durch Video Animation und auch Fotos und 360⁰-Animation interessanter. Die Puzzles werden sozusagen digital zum Leben erweckt.

Buchbranche:

Das Unternehmen Haufe bietet die kostenlose smARt Haufe App. Über die App hat der Leser die Möglichkeit, zusätzlichen digitalen Content z.B. Videos und Hörbeispiele abzurufen. Reale Bücher werden also durch den extra digitalen Inhalt zu einem attraktiveren Produkt.

Kinobranche:

Hier tritt CinemaxX mit einem guten Beispiel auf: die CinemaxX App mit Poster-Cam. Damit kann der Nutzer die Kamera des Smartphones vor einem Plakat halten und direkt den Trailer schauen, mehr über den Film erfahren oder sogar sich Tickets direkt am Filmposter sichern.

Einrichtungsbranche:

Augmented Reality ist ein optimales Werkzeug für die Präsentation von Inneneinrichtungen. Damit kann ein potentieller Kunde z.B. ein Wohnzimmer mit virtuellen Einrichtungsgegenständen wie Bodenbelägen, Tapeten und Möbeln ausstatten, um zu sehen, ob die Einrichtung seinen Vorstellungen entspricht. Augmented Reality spricht also direkt die Emotionen von Kunden an, in dem das neue zu Hause erlebbar gemacht wird. IKEA Einrichtungshaus erkannte die Vorteile von AR und bietet seinen Kunden die kostenlose IKEA-Katalog-App. Eine Navigationsfunktion der App ermöglicht den Online-Zugang zu vielen Produkten und Einrichtungslösungen.

Opernbranche:

Die Oper Leipzig bietet die AR-Oper-Leipzig-App. Diese App ergänzt die Printmedien durch Videos, Bildergalerien und zusätzliche digitale Informationen. Somit sind Fans der Produktionen der Oper Leipzig deutlich besser informiert.

Mehr Potential?

Die o.g. Beispiele zeigen, dass AR eingesetzt werden kann, um reale Produkte interessanter und erlebbar zu machen. Was bietet Augmented Reality noch an? Besteht Potential für mehr? Ganz bewusst kann behauptet werden, ja.

Einige Startups arbeiten schon heute an Lösungen für den Autoverkehr der Zukunft. Nennenswert ist eine innovative Lösung, mit der die Firma Wayray die Automobilindustrie im Jahr 2017 überraschte. Navion heißt die Lösung. Es ist ein Navigationssystem für Autos auf Basis einer eigens entwickelten AR-Holografie-Technologie. Navion projiziert die virtuelle Route mit Wegbeschreibung direkt vor die Windschutzscheibe. Beim Autofahrer wird dann der Eindruck erweckt, als seien die Navigationsdaten direkt auf die Straße projiziert, was die Navigation des Autos smarter und sicherer macht.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg setzt auch auf Augmented Reality. Das hat er auf der konzerneigenen Entwicklerkonferenz F8 im April 2017 in San Jose, Kalifornien, angekündigt. Und tatsächlich, seitdem die Kamera-Software geöffnet wurde, können Entwickler Anwendungen für die erweiterte Realität basteln. Was die neue AR-Plattform von Facebook alles anbieten wird, steht noch in den Sternen. Es lohnt sich aber, die Entwicklung zu verfolgen.

Fazit

Augmented Reality wird immer präsenter. Momentan dient AR häufig als Unterhaltungs- und Konsumwerkzeug. Es gibt aber Potential für viel mehr. In den nächsten Jahren werden wir uns bestimmt mit AR beschäftigen, sei es privat oder geschäftlich. Lassen wir uns überraschen!