Am 2. Messetag der Angacom‘17 durfte ich in der Speaker’s Corner unser agiles Vorgehensmodell als Best Practice zur Entwicklung von digitalen Angeboten für das Internet der Dinge (IoT) vorstellen.

Trotz überschwänglicher Prognosen der Analysten (Gartner, McKinsey) zur rasanten Entwicklung des Marktes beim Internet der Dinge, z.B. dem Zuwachs an IoT Geräten, ist vielen Unternehmen immer noch unklar, ob bzw. wie sie von diesem Trend profitieren können.

Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund der Vielfalt der für IoT Lösungen infrage kommenden Technologien die Projektvorhaben schnell sehr komplex werden können. Es scheint, als ob vielen etablierten Unternehmen neben einer klaren Vision für ihr individuelles IoT Angebot und mangelnden technologischen Kompetenzen schlichtweg die Risikobereitschaft fehlt, um solche Projekte anzugehen, bzw. durchzuführen. Neue Geschäftschancen werden so verschenkt, die dann durch dynamische Marktteilnehmer genutzt werden.

Gerade Start-Ups adressieren derzeit sehr selbstbewusst und erfolgreich das Marktpotential beim Internet der Dinge mit neuen, innovativen Angeboten, die ihren Kunden einen klaren Mehrwert liefern. Dabei sind typischerweise die Lösungen anfänglich bewusst nur auf einige wenige Use Cases ausgerichtet. Das Angebot wird im Laufe der Zeit schrittweise ausgebaut, sehr eng gekoppelt an den Erfolg bei der Vermarktung und abhängig vom Feedback der Nutzer und den weiteren Anforderungen an die im Markt befindliche Lösung.

Obwohl ein iterativer Vermarktungsansatz bei digitalen Angeboten mit schnellem Markt-Feedback innovativ erscheint, mag er doch letztlich vielleicht sogar der schrittweisen Finanzierungsstrategie der Kapitalgeber von Start-Ups geschuldet sein. Aber gerade wegen der damit einhergehenden besseren Kontrolle der Kosten und der Risiken setzt sich diese Art der Markerschließung auch zunehmend bei etablierten Unternehmen durch. Zudem wird diese Form der Produktentwicklung methodisch durch die Vorgehensweise der agilen Softwareentwicklung unterstützt. Diese basiert auf einer kontinuierlichen Lieferung von kleinen ausführbaren Software, bzw. Produkt-Inkrementen, die dem Nutzer einen klaren Mehrwert liefern.

Die Vorteile einer iterativen Entwicklung von Software-Lösungen konnten wir als IT Dienstleister in der Praxis selbst erfahren. Im Rahmen zahlreicher Projekte haben wir uns hier eine Best Practice erarbeitet, die wir auch im Bereich des Internet der Dinge bereits erfolgreich angewandt haben. Auf der Basis unseres agilen Vorgehensmodells wurde eine digitale Unternehmenslösung für ein effizientes Energiedatenmanagement (Easy Metering Solution) entwickelt. Bei der Realisierung und Weiterentwicklung wenden wir folgenden Zyklus an:

Die fünf Schritte dieses agilen Modells werden bei der Umsetzung sukzessive durchlaufen und fokussieren jeweils auf das Generieren von „Business Value“. Bei jedem Schritt werden unterschiedliche Methoden genutzt (z.B. Business-Strategie: Business Model Canvas, min. Feature-Set: User/Customer Journey Map, techn. Lösung: Scrum), um das passende Ergebnis für die Folgeaktivität zu erzeugen. Damit sind wir in der Lage digitale Angebote sehr zielgerichtet und markgerecht bereitzustellen.

Fazit:

  • Überlassen Sie den IoT Markt nicht Ihrem Wettbewerb.
  • Warten Sie nicht ab, sondern starten Sie Ihre IoT Projekt-Initiative mit einem agilen Modell.
  • Konzentrieren Sie sich auf überschaubare Angebote mit klarem Mehrwert für Ihre Kunden.
  • Binden Sie bei Bedarf erfahrene Partner und Lösungskomponenten in Ihr Vorhaben ein.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg ins Internet der Dinge.

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