Inklusion in einer digitalen Welt
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Inklusion in einer digitalen Welt

Am 9. November 2017 findet weltweit wieder der World Usability Day statt. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Inklusion durch User Experience“.
Die Aktion Mensch definiert Inklusion wie folgt: „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast. … Jeder kann mitmachen. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion.“
Jeder von uns ist anders - ein Individuum. Wir sprechen andere Sprachen, haben einen anderen Bildungsstand, sind krank oder gesund, usw. Wir alle profitieren auch heute schon von Inklusion z.B. durch eine barrierefreie Umgebung. Wer nimmt nicht lieber Rolltreppe oder Aufzug anstelle der Treppe. Eltern mit Kinderwägen sind froh über abgesenkte Bordsteine und wenn man keine Hand frei hat freut man sich über automatisch öffnende Türen.
Aber es gibt noch viel mehr. Aufzüge, Rolltreppen, automatische Türen, abgesenkte Bordsteine, Rampen, usw. sind längst keine Garantie für Inklusion bzw. machen noch keine barrierefreie Umgebung. Auch in Software, bzw. im Internet müssen viele Barrieren abgebaut werden damit jeder von uns überall mitmachen kann. Nur so können wir alle, auch in der digitalen Welt, die Vorteile genießen.
Welche Barrieren müssen in Software / im Internet abgebaut werden damit man von Inklusion sprechen kann? Wie kann Barrierefreiheit dabei allen helfen?

Warum rot-grün Blinde nicht nur Probleme mit Ampeln haben
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Warum rot-grün Blinde nicht nur Probleme mit Ampeln haben

Bestimmt hat jeder schon einmal von rot-grün Blindheit gehört, aber können wir uns auch vorstellen wie sich die Welt verändert wenn man rot-grün blind ist? Klar ist, dass diese Menschen Probleme mit Ampeln haben und anhand der Position des Lichts entscheiden ob die Ampel rot oder grün ist. Aber was ist sonst noch anders? Mit einer starken Sonnenbrille kann ein normalsichtiger Mensch einen kleinen Eindruck davon gewinnen, wie es ist, wenn die Farben nicht mehr klar zu unterscheiden sind. Diese Brille kann man absetzen, ein farbfehlsichtiger Mensch hat diese Möglichkeit nicht.
Die im Volksmund so genannte rot-grün Schwäche tritt bei nur ca. 2% der Bevölkerung auf, aber ca. 10% der Bevölkerung leiden unter einer Farbfehlsichtigkeit, unter abgeschwächten Formen sogar 20%. Was mag diesen Menschen alles entgehen und wie kann man auch sie erreichen?

Barrierefreie Software – wer braucht denn so etwas?
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Barrierefreie Software – wer braucht denn so etwas?

Wir bewegen uns heute ganz selbstverständlich in zwei Welten: der „Realen“ und der „Virtuellen“. Freunde treffen wir im Biergarten oder im Chatroom. Der Einkauf im Laden um die Ecke ist für uns genauso normal wie ganz bequem vom Sofa aus im Onlineshop. Was ist aber, wenn das alles nicht mehr so selbstverständlich ist? Haben wir jemals darüber nachgedacht mit welchen Barrieren ein Mensch mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen tagtäglich zurechtkommen muss? Mit welchen Hindernissen müssen wir lernen umzugehen wenn wir erst zum „alten Eisen“ gehören. Und ich spreche jetzt von allen Barrieren die unsere Bewegungsfreiheit erschweren, also von Treppen und hohen Bordsteinen genauso wie zum Bespiel von zu kleinen Tasten, einer umständlichen Bedienung oder zu klein gedruckten Texten. Vieles davon findet man nicht nur in der „realen Welt“ sondern auch in der „virtuellen“.
Ein barrierefreies Internet kann allen zumindest in der „virtuellen“ Welt helfen sich ohne Barrieren zu bewegen. Aber wie muss man sich ein barrierefreies Internet vorstellen?