E-world 2017: digitale Lösungen für mehr Energieeffizienz

Der Energiemarkt erlebt seit einiger Zeit viel Bewegung. Der bewusste Umgang mit Energie hat definitiv schon den Spagat von Trend und Selbstverständlichkeit geschafft. Die Arbeit von Organisationen wie beispielweise Greenpeace, die Umwelterziehung in (Grund-)Schulen und der Einsatz von öko-orientierten Politikern haben zu dieser Veränderung wohl beigetragen. Wir kennen die Auswirkungen von Fehlentwicklungen im Energiebereich. Nicht nur wirtschaftlich macht sich das unverantwortliche Handeln mit Energie bemerkbar, vor allem die Umwelt leidet extrem unter den Folgen von Energieverschwendung und -missmanagement. Im Internet findet der neugierige Leser schnell Berichte über Umweltprobleme, die mit dem Energiemissmanagement zusammenhängen. Es lohnt sich aber nicht, sie herzuzeigen. Wie gesagt, ein Umdenken im Umgang mit Energie findet bereits statt. Es macht mehr Sinn über die neuen, cleveren Möglichkeiten, effizient mit Energie umzugehen, zu berichten. Schauen wir uns das mal an.

Umweltbewusstsein und große Ziele

Mit kurzer Recherche findet man schnell heraus, dass viele große Unternehmen sogar schon eigene Ziele und Strategien zu den Themen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Umweltschutz definiert haben. Sie machen dies nicht nur um ihr in manchen Fällen schlechtes Image zu verbessern. Viele Unternehmen und Konzerne widmen sich diesen wichtigen Themen aus eigener Überzeugung.

Ein Beispiel aus der Textilindustrie liefert C&A: 2016 wurde zum ersten Mal der Carbon Footprint der C&A Wertschöpfungskette erstellt. Bis 2020 will C&A die Treibhausgasemissionen verringern. Andere Ziele hat C&A in ihrer globalen Nachhaltigkeitsstrategie dokumentiert.

Ein anderes Beispiel kommt aus dem Lebensmitteleinzelhandel. EDEKA will ressourcenschonend wirtschaften und richtet ein besonderes Augenmerkt auf die Einsparung von Strom. Mit dem Einsatz z.B. von neuen LED-Beleuchtungskonzepten in Lebensmittelmärkten beabsichtigt EDEKA, den Stromverbrauch um 30% zu senken.

Innovative Lösungen für Industrie und Haushalt

Das Thema Energie sparen genießt inzwischen in allen Lebensbereichen große Aufmerksamkeit. Wer möchte schließlich mit hohen Energiekosten konfrontiert werden? Das Bedürfnis, Energiekosten zu sparen, hat dazu geführt, dass schon heute diverse innovative Lösungen sowohl für den kleinen Haushalt als auch für große Unternehmen auf dem Markt vorhanden sind.

Dazu zählen z.B. Software-basierte Energiemanagementlösungen und Smart Metering.

  • Software-basierte Energiemanagementlösungen werden bereits von vielen großen Unternehmen und Energieversorgern eingesetzt. Energiedaten (Strom, Gas, Wasser) werden digital erfasst, verarbeitet, überwacht und ausgewertet. Unternehmen erhalten damit Transparenz über den gegenwärtigen Energieverbrauch. Anhand der zur Verfügung gestellten Berichte können sie geeignete Maßnahmen einleiten, um die Energieeffizienz zu steigern. Die IngSoft InterWatt Lösung von IngSoft GmbH ist ein Beispiel einer solchen Energiemanagementlösung. Ernsting’s family und Stadtwerke Augsburg werden als Referenzkunde dieser Lösung genannt.
  • Smart Metering ist eine Lösung für Haushalte. Mit Hilfe sogenannter intelligenter Zähler gewinnt man schnell einen Überblick über den eigenen Energieverbrauch. Auf der Basis kann man Einsparpotentiale erkennen und Stromverbräuche besser in den Griff bekommen.

E-world 2017

Auf der E-world 2017, die Energiefachmesse, die von 07.02.2017 bis zum 09.02.2017 in Essen stattfindet, besteht die Möglichkeit, sowohl bewährte als auch neue digitale Lösungen und Innovationen aus der Energiebranche kennenzulernen.

infinIT Services GmbH wird auch dort vertreten sein und eine neue, moderne Lösung vorstellen, die für Unternehmen mit zahlreichen Betriebsstäten und Messpunkten gedacht ist. Es handelt sich um eine digitale Energiemanagementlösung, mit der alle Energieverbrauchsdaten (z.B. Gas, Öl, Strom, Wasser) effizient und kostengünstig erfasst und analysiert werden können. Die Lösung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen infinIT Services und ausgewählten Technologiepartnern, nämlich der Fast Forward AG und der Q-loud GmbH und offenbart das Potential, wenn Experten aus unterschiedlichen Bereichen gemeinsam digitale Lösungen entwickeln, die schließlich einen deutlichen Mehrwert eröffnen.

Auf der E-world 2017 werden sicherlich Themen wie Cybersecurity und smarte Infrastruktur von vielen Ausstellern thematisiert. Die neuen Technologien erfüllen zwar den geplanten Zweck, nämlich mehr Transparenz zu verschaffen und Kostensenkungen zu ermöglichen, es gibt aber noch Verbesserungsbedarf, vor allem in Bezug auf IT-Sicherheit und Datenschutz.

Mobilität ist auch Bestandteil des Themenspektrums der E-world 2017. Der Zugriff auf Energiedaten soll mit Hilfe von Smartphone Apps von überall möglich sein. Das erleichtert bestimmt den Alltag vieler Nutzer. Die Firma ista Deutschland GmbH stellt z.B. die ista EDM mobil App zur Verfügung. Die App kann von Nutzern (Hausverwaltern und Mietern) des Energiedatenmanagements premium im ista Webportal genutzt werden. Um das bestehende Angebot an solchen Apps zu erweitern, vergibt die E-world 2017 ein Energy-App Award. Interessenten können sich auf der Webseite der E-world 2017 anmelden. Bis Februar 2017 ist Zeit, spannende Energie-Apps zu entwickeln.

Gesetzliche Rahmenbedingungen spielen auch in der Energiewirtschaft eine wichtige Rolle. Aussteller und Teilnehmer der E-world 2017 können die Gelegenheit nutzen, beispielweise über das neue „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ zu diskutieren. Ab wann gilt das neue Gesetz? Worauf müssen kleine und große Unternehmen achten? Ab wann muss was umgesetzt werden? Auf den geplanten zehn Podiumsdiskussionen und zwei Fachforen kann man sich bestimmt gut informieren.

E-world 2017: Auf der Zielgeraden

Bis zur E-world 2017 gibt es noch ein bisschen Zeit. Vor allem nach dem Weihnachtsfest, wenn der Stress des Alltags ein bisschen nachlässt, kann man sich überlegen, was noch zu erledigen ist und die Vorbereitungen abschließen.

Fachmessen sind eigentlich keine große Angelegenheit. Sie sind Business as usual und dienen zum Austausch von Ideen und Informationen, sowie dem Dialog zwischen Experten und Unternehmen. Die E-world 2017 ist ein Forum, um Probleme anzugehen, die die Menschheit noch vor sich hat.

Umwelt: Auf der Zielgeraden?

Ob die neuen digitalen Lösungen für mehr Energieeffizienz langfristig einen bedeutenden Beitrag zur Schonung unserer Umwelt leisten werden, das wird sich noch zeigen. Zumindest der Wille ist da.

Fazit

Es gibt schon viele Bestrebungen zu einem effizienteren Umgang mit Energie. Auf der E-world 2017 kann man ein gutes Bild der Situation gewinnen. Der Termin steht. Also machen Sie sich auf den Weg!

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